Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen treten gerade in der feucht-kalten Herbstsaison vermehrt auf. Besonders Frauen sind davon betroffen, da bei ihnen anatomisch bedingt eher krankmachende Keime in die Harnwege gelangen und dort aufsteigen können. Der häufigste Erreger für Harnwegsinfektionen ist E.coli. Dieser Keim, der Teil der menschlichen Darm-Mikrobiota (früher Darmflora) ist, kann bei falscher Hygiene (auch nach dem Geschlechtsverkehr, die so genannte Honeymoon-Cystitis) in Richtung der Harnwege gelangen und dann zusammen mit anderen Faktoren zu einer Infektion und Entzündung der Schleimhäute führen. Auch bei Kindern gehören Harnwegsinfekte zu den häufigsten bakteriellen Erkrankungen. Besonders in der Phase des Trocken-werdens führen kleine Missgeschicke schnell zu feucht-kalter Unterwäsche mit der Gefahr einer Verkühlung. Grundsätzlich fördern eine Unterkühlung der Harnwege, z.B. durch kalten Wind, längerem Sitzen auf kaltem Untergrund, falsche/feuchte Kleidung (Synthetik-Unterwäsche, zu enge Hosen), aber auch nass-kalte Füße Beschwerden der Harnwege. Kommen dann noch Störungen der Immunabwehr, unzureichende Flüssigkeitszufuhr oder eine falsche Ernährung dazu, kann dieses Zusammenspiel an Triggerfaktoren leicht zu einer schmerzhaften Infektion führen.

In der Prophylaxe wie auch in der Therapie von Harnwegsbeschwerden haben Heilpflanzen eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert. Dazu gehören zum Beispiel Ackerschachtelhalm, Birke, Brennessel, Goldrute, Hauhechel oder Orthosiphon die eine vermehrte Harnausscheidung bewirken und damit verstärkt Keime ausschwemmen können. Bärentraubenblätter wirken antibakteriell und hemmen dadurch die krankmachenden Keime. Unterstützend zu einem Blasen- und Nierentee muss viel getrunken werden (2-3 Liter), am besten lauwarmes Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte, wie Preiselbeer- oder Cranberry-Saft. Letztere wirken antioxidativ und haben weiters die Eigenschaft, krankmachende Bakterien an der Anheftung an der Harnwege und der Blasenschleimhaut zu hindern. Sie können dadurch eine zusätzlichen Beitrag zur Vorbeugung gegen Infektionen leisten.

„Scharfe“ Pflanzen und Gewürze, wie etwa Meerrettich, Rettich, Radieschen oder Brunnen/Kapuzinerkresse wirken keimhemmend und leicht desinfizierend auf die Harnwege. Sie haben sich vor allem bei immer wiederkehrenden Infekten bewährt und sind auch als Fertigarzneimittel Angocin® in der Apotheke erhältlich.

D-Mannose, ein natürlich vorkommender Zucker, kann auf seinem Weg durch die Harnwege krankmachende Bakterien an sich binden, wodurch diese beim Wasserlassen effektiv ausgeschieden werden.

Probiotika können, vor allem nach häufiger Antiobiotika-Einnahme oder bei  zusätzlichen Störungen der Darm- und Vaginal-Mikrobiota schleimhautschützende Immunfunktionen unterstützen. Generell sollte bei Frauen auch auf ein gesundes Vaginal-Milieu geachtet werden. Damit verbessern sich meist auch Blasenbeschwerden und wiederkehrende Infektionen. Ein ausführlicher Bericht zur gesunden Intimpflege von Ingeborg Stadelmann erwartet Euch schon bald hier auf dem Blog.

Um eine mögliche Infektion der Harnwege zu erkennen, gibt es ein paar abzuklärende Fragen:

  1. bestehen relevante Schmerzen beim Wasserlassen,
  2. häufiger Harndrang,
  3. wird eine Harnwegsinfektion als Ursache vermutet (z.B. aufgrund schon einmal aufgetretener Infekte),
  4. treten bei Frauen zusätzlich vaginale Beschwerden auf?

Werden mindestens zwei dieser Fragen (insbesonder Punkte 1-3) mit ja beantwortet, muss eine mögliche Harnwegserkrankung in Betracht gezogen werden. Dann muss individuell entschieden werden, ob ein Gang zum Arzt und eventuell eine Therapie mit einem Antibiotikum notwendig sind. Unumgänglich ist das der Fall bei Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl, starken Schmerzen, Blut im Urin und/oder Schmerzen in der Nierengegend oder wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb von drei Tagen bessern.

Unterstützend bei unkomplizierter Blasenentzündung und prophylaktisch, um unsere Harnwege in der kalten Jahreszeit gut zu schützen und zu pflegen, können wir uns viel Gutes tun:

  • Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, frischen Kräutern und regelmäßig (Meer)Rettich und Kresse stärkt und unterstützt unsere körpereigenen Abwehrmechanismen.
  • Viel Trinken hält die Harnwege auf Trab und erschwert krankmachenden Bakterien den Weg in die Blase. Mindestens 2 Liter sollten es sein, am besten geeignet ist lauwarmes Wasser, ergänzt durch Kräutertees, Preiselbeer- oder Cranberry-Saft.Tipp: Ein besonderer Genuss ist die sogenannte „Goldene Milch“ oder Kurkuma-Latte, welche antientzündliches Kurkuma, kombiniert mit Ingwer, Pfeffer und anderen feinen Gewürzen enthält. Gerade im Herbst und Winter bereichert dieses wohltuende Getränk als wohltuendes Wellness von innen. Besonders praktisch und lecker ist die fertige Kurkuma-Latte-Gewürzmischung von Sonnentor in zwei raffinierten Geschmacksrichtungen.
  • Wärmende Fuß- und Vollbäder sorgen für eine gute Durchblutung und sind an kühlen Tagen das beste Feierabend-Ritual. Besonders bewährt zur Pflege nach Verkühlungen hat sich das krautig-balsamisch duftende Sandelholz-Sitzbad.

Tipp:

Kennt Ihr schon unserer neuen 3-1 Dusch-Ölbäder?  Sie eignen sich als rückfettende Pflege beim Duschen, Baden, zur Haarwäsche und als pflegende Handseife.  Das enthaltene hochwertige Sesamöl sorgt nach für eine geschmeidige und samtwei­che Haut. Sehr trockenes Haar wird glänzend, seidig weich und gut frisierbar.

Besonders das krautig- duftende, beruhigende Dusch & Ölbad Thymian-Myrte ist für meine Familie und mich ein wohltuender Begleiter in der nass-kalten Zeit. Am Abend  genießen wir unser ansteigendes Fußbad, welches für ein wohlig-warmes Gefühl und einen ganz besonderen Duft im Badezimmer sorgt. Anschließend werden die Füße mit etwas Thymian-Angelika-Öl einmassiert und schon fallen alle in einen erholsamen Schlaf.

 ANSTEIGENDES FUSSBAD:

Ein ansteigendes Fußbad wirkt harmonisierend und sanft stärkend auf den ganzen Organismus. Besonders zur Steigerung der Abwehrkräfte, während der nass-kalten Jahreszeit, aber auch bei Bauchschmerzen, Unruhe oder für besonders wärmehungrige Kinder und Erwachsene.

Wichtig ist, dass dem Behandelten während der Anwendung rundum warm ist. Eventuell wickelt Ihr den Oberkörper in eine kuschelige Decke und achtet auch darauf, dass die Beine warm bzw. eingehüllt sind.

Legt ein Handtuch und ein Badethermometer bereit. Babys und Kleinkinder haltet Ihr während des Badens am besten im Arm bzw. habt es auf dem Schoß.

Für das Fußbad füllt Ihr eine entsprechend große Schüssel mit ca. 36° C warmem Wasser, in das die Füße behutsam ein tauchen.

Füllt ein zweites Gefäß, z. B. Krug, Gießkanne oder Milchflasche, mit heißem Wasser (ca. 50° – 60°C) und gießt davon nach und nach seitlich in das Fußbad, bis dieses eine Wassertemperatur von etwa 40° C erreicht hat. Achten darauf, dass die Füße nicht in direkten Kontakt mit dem heißen Wasser kommen!

Die Füße dürfen etwa 5–10 Minuten im warmen Fußbad bleiben, danach werden sie abgetrocknet, nach Belieben eingeölt und in warme Wollsocken gepackt. Ganz wichtig ist nun das Nachruhen, am besten kuschelig eingepackt im Bett.

Nach Belieben können dem Fußbad auch altersentsprechend Zusätze wie ätherische Öl-Zubereitungen oder Kräuteraufgüsse hinzugefügt werden.

  • Einreibungen und warme Ölkompressen wirken herrlich wohltuend und bei Bedarf entkrampfend und schmerzlindernd. Dafür eignen sich bestens unser blumig-weiches Körperöl entspannend oder Massageöl entspannend, oder das krautig-süß duftende Kamille-Fenchel-Öl.
  • Die richtigen Textilien aus wärmenden Naturfasern sorgen für ein gutes Gefühl und das perfekte Hautklima. Ein ständiger Begleiter in den kalten Monaten ist für mich der kuschelige Woll-fühl® Bauch- und Brustwickel, der sowohl zur Anwendung  für wärmende Bauchkompressen als auch „solo“ über der Kleidung getragen geeignet ist. Seit Oktober gibt es diesen praktischen Wickel nun auch für Kinder und ich freue mich schon darauf, wenn ich meine Liebsten nun richtig warm zum Spielen, Toben, Rodeln und Skifahren „einwickeln“ kann 🙂 . Eine sehr gute Unterstützung bei Harnwegsbeschwerden ist Heilwolle, die als wärmende Schicht mit der Kleidung oder einem Wickel befestigt getragen werden kann. Grundsätzlich sind für Jung und Alt wärmende Woll-Unterwäsche und  -Kleidung eine  ganz besondere Wohltat und mit der beste Schutz gegen Verkühlung und Erkältung. Mehr Expertenwissen und eine Auswahl an hochwertigen Produkten aus bester Wollfaser findet Ihr im Online-Shop von Stadelmann-Natur. Ein Besuch lohnt sich!
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